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2017

FORSCHUNGSPROJEKT

Elfriede Jelinek und die Musik

Im Rahmen des größeren Schwerpunktes der Forschungsplattform zu Elfriede Jelinek und die Musik konnten bisher mehrere Veranstaltungen realisiert werden, wie das Symposium „die nichtsgewisseste Musik, die ich kenne“ (März 2017) zu Elfriede Jelinek und Franz Schubert, das Symposium „Das Lachen ist der Ausnahmezustand“ (November 2017) zu Komik und Subversion im Musiktheater, das Symposium MUSIK.THEATER. Die Oper als Aufführung (November 2019) und das Symposium LIBRETTO. Zukunftswerkstatt Musiktheater (Mai 2019).

Begleitend zu den Veranstaltungen erforscht, erschließt und dokumentiert das Intermediale Wissenschaftsportal des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums Elfriede Jelinek und die Musik Jelineks vielfältige Bezüge zur Musik.

Gezeigt wird, dass sich die Autorin, die von frühester Kindheit an eine umfassende musikalische Ausbildung erhielt und 1971 ihr Orgel-Studium abschloss, sich nicht nur in Romanen und Theatertexten mit der Musik als dem künstlerischen Feld, in dem der Ausschlussvorgang der Frau am gewaltsamsten ist, und mit der Funktion von Musik als Mittel des sozialen Aufstiegs befasste, sondern sich auch in Essays mit der eigenen musikalischen Sozialisation, mit dem Verhältnis von Musik und Sprache und den Wirkungsweisen der Musik auseinandersetzte.
Fokussiert wird auch auf Jelineks Beschäftigung mit KomponistInnen, z.B. mit Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner und mit Franz Schubert.

Auch Jelineks eigene Kompositionen, ihre Texte für musikalische Werke, und ihre intermedialen Arbeiten werden in Hinblick auf die Verwendung von Musik untersucht. Darüber hinaus wird gezeigt, dass Jelinek mit ihren Texten auch zahlreiche KomponistInnen zu musikalischen Werken herausgefordert hat. Es wird danach gefragt, was diese KomponistInnen an Jelineks Sprache, die sie musikalisch weiterbearbeiteten oder verfremdeten, interessiert.

Auch der Einsatz von Musik in Jelinek-Inszenierungen wird erkundet und nach der Bedeutung von Musik und Musikalisierungsformen in neueren Aufführungen und in Jelinek-Inszenierungen wird gefragt.

Wichtig erscheint es auch, Jelineks spezifische Auseinandersetzung mit Musik und Musikthemen in einen größeren literatarischen Zusammenhang zu stellen und nach den Kontexten und Traditionen musik-affinenen Schreibens zu fragen.

Ein wichtiges Anliegen ist eine interdisziplinäre Herangehensweise, die Methodiken der Literatur-, Theater-, Tanz-, Film- und Musikwissenschaft miteinander verschränkt sowie Bereiche der Gender-Forschung, der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Intermedialitätsforschung mit einbezieht, auch um zu neuen Begrifflichkeiten in Hinblick auf die Bestimmung von Jelinek „musikalischem Schreiben" und ihren "kompositorischen" literarischen und dramatischen Verfahren zu kommen.

Hier zum Intermedialen Wissenschaftsportal.


Elfriede Jelinek





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Elfriede Jelinek
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