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11.-12.7.2019, Technische Universität Dresden

INTERDISZIPLINÄRER WORKSHOP

Spalt(ung)en
Verfahren und Figurationen gesellschaftlicher (De-)Segregation

veranstaltet von dem Sonderforschungsbereich 1285 Invektivität und dem
FWF-Projekt Travelling Gestures
in Kooperation mit der
Forschungsplattform Elfriede Jelinek

Gegenwärtig gibt sich die europäische Öffentlichkeit gespalten. Rhetoriken gesellschaftlicher Spaltung durchsetzen plurimedial geführte Debatten etwa um soziale Ungleichheit, Migration, Klima- und Naturschutz, Meinungsfreiheit oder Deutungshoheit. In diesem Vokabular der gegenseitigen Abspaltung scheinen die antagonistischen Lager dennoch merkwürdig vereint. Diese paradoxe Situation reflektiert auf die Dynamik von ,spalten’ und ,einen’, die sich nicht allein in erstarkenden populistischen Bewegungen austrägt. (Ab-)Spaltungen oder Sezessionen, die auf Neuformationen gesellschaftlicher Zusammenhänge zielen und dabei mehr oder weniger exkludierend, immer aber auch kollektivierend verfahren, haben in politischen wie künstlerischen Kontexten Tradition.

Ausgehend von diesen Beobachtungen wirft der Workshop Fragen nach divergierenden, aber auch konvergierenden Modulationen politischer, populistischer, aktionistischer oder künstlerischer Spaltungsbewegungen auf. Dabei richtet sich der Fokus nicht allein auf das destruktive Moment der Spaltung, sondern auch auf die transformative Potentialität des Spaltens. Unter diesem Blickwinkel sollen Instanzen, Mechanismen und Effekte des Spaltens wie auch seine utopischen und dystopischen Entwürfe beobachtbar und beschreibbar werden. Insbesondere wird es darum gehen, den Zusammenhang von Verfahren des Spaltens und Invektivität auszuloten. Invektivität wird dabei verstanden als ein kommunikatives Medium der Herstellung exklusiver Solidarität durch Marginalisierung und Diskriminierung anderer Personen oder Gruppen.

Mit:
Evelyn Annuß, Jasmin Degeling, Silke Felber, Nicole Haitzinger, Anna Häusler, Julius Heinicke, Lars Koch, Julia Prager, Tanja Prokić, Kai van Eikels, Johanna Zorn

Kontakt, Programm und Organisation:
Dr. Silke Felber (Universität Wien), Dr. Julia Prager (Technische Universität Dresden)

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Elfriede Jelinek





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